Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden

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Schulpartnerschaft IGS Linden - Natiro Sec. School (Tansania)

Seit einigen Jahren besteht eine Partnerschaft mit der Natiro Secondary School in der Nähe von Moshi (Tansania)

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 Wir danken auch dem Land Niedersachsen

für die gute Unterstützung unserer Schulpartnerschaft!

 

Unter diesen Links sind weitere Berichte über die Schulpartnerschaft zu finden, die aktuellsten am Anfang:

1. Bingo-Umweltstiftung fördert neue Küche für unsere Partnerschule in Tansania

2. Autor Tillmann Prüfer stellt am 10. Mai sein Buch „Der heilige Bruno“ vor
3. Aktion Klima! mobil – Berlin 13.3.2015
4. Klasse 10D in der Natiro Secondary School (Tansania)

5. Bildergalerie des Besuchs der Klasse 10d

6. Die IGS Linden erhält erneut die Auszeichnung zur Umweltschule
7. Tansania-Partnerschaft: jetzt sichtbar im Eingangsbereich

8. Karibu! - Tansanische Lehrer besuchten die IGS Linden
9. Sponsorenlauf für Tansania am 27. September - ein voller Erfolg
10. Einladung zu TACHELES am 11.4.: "Entwicklungshilfe abschaffen?"
11. Wir besuchen unsere Partnerschule in Tansania im Herbst 2012 - ein Bericht
12. IGS als Umweltschule 2012 ausgezeichnet
13. Mit "Weltwärts" in Tansania: IGS-Schüler Raoul und Ruben arbeiten an der Natiro School
14. Tansania-Fahrt: Gruppe aus der IGS hilft in den Herbstferien an der Natiro School
15. Natiro/Tansania
16. IGS-Gruppe in Natiro/Tansania - Julia Weper berichtet
17. IGS Linden: "Umweltschule in Europa" 2010
18. Sponsorenlauf am 16.06.2010 - „Ein Schlafsaal für Natiro“
19. Tingatinga-Malerei

Aus der Presse:

(als pdf-Datei)

Lindener Schüler zu Besuch in Tansania

Der Traum von Afrika

Tansania in der Nachbarschaft

Lindener Schüler helfen in Tansania

IGS-Schüler malen im Stil Tansanias

 

 Hier ein Bericht mit Briefen aus den Anfängen unserer Partnerschaft:

Tansania - Gruppe aus der IGS hilft in den Herbstferien an der Natiro School

tansania2010-1xSeit zwei Jahren besteht die Schulpartnerschaft der IGS Linden und der Natiro Secondary School am Fuße des Kilimandscharos in Tansania. Bereits im letzten Jahr unterrichtete unser ehemaliger Kollege Peter Hinze dort 3 Monate lang Mathematik im 10. Jahrgang.

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Jetzt flogen 14 Schüler/Schülerinnen der Tansania-AG der IGS Linden mit Herrn Hinze und 3 weiteren Lehrerinnen (Frau Hungershöfer-Kuntze, Frau Kröger und Frau Weper) in den ersten drei Oktoberwochen nach Tansania, um ihrer Partnerschule zu helfen, ein Dormitory (Schlafhaus) für die Internatsschüler zu bauen. tansania2010-3

Die Schülerinnen und Schüler hatten zuvor einen Sponsorenlauf an der IGS organisiert und dadurch tatsächlich 10000 € zusammen bekommen, um so den Bau des Dormitorys zu unterstützen. Weitere 10000 € hatte das Projekt durch Unterstützung der Niedersächsischen Staatskanzlei erhalten, die auch die Fahrt der Schülergruppe sponserte. tansania2010-2

Durch viele gemeinsame Aktivitäten kamen sich die Schüler näher. So fuhren sie mit ihren Gastgebern 3 Tage lang auf Safari, spielten Fußball zusammen, besuchten die Familien der tansanischen Schüler und machten gemeinsame Ausflüge.tansania2010-4

(Dieser erste Bericht wurde von "halloLindenLimmer" übernommen.)

 

 

 

 

 

 

BRIEFE aus Natiro Okt. 2010

Julia Weper berichtete in Briefen von der Reise im Oktober 2010.

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BRIEF Nr.2 - Fukeni, 9.10., 19.30 Uhr

Ihr lieben Zurück- äääh Daheimgebliebenen Wink!

Wir kommen gerade von einem sehr netten Ausflug zurück. Wir waren heute in Marangu und haben uns dort

Read More erst eine der ersten deutschen Kirchen besichtigt, sind dann weitergefahren und haben uns die Marangu-Wasserfälle angeschaut. Die Wasserfälle gehören zum Kilimanjaro-Nationalpark. Dort haben wir uns eine Weile aufgehalten und viele schöne Fotos gemacht. Die Schüler hatten viel Spaß, das ist ja die Hauptsache Smile.

Mit unserer Wanderung durch den Regenwald letzten Donnerstag konnten wir sie nämlich überhaupt nicht begeistern. Es war brütend heiß und in der sengenden Mittagshitze sind wir stundenlang den Berg hinaufgekrochen. Sämtliche Bemühungen meiner lieben Kolleginnen half nüscht: Lena versuchte es mit Blätter- und Pflanzenbestimmung – vergeblich! Renate versprach immer, dass man Affen sehen könne, nur dazu müsse man leise sein – auch das half nicht. „Der Spaziergang durch den Regenwald war total überflüssig. Es sieht dort aus, wie im Harz“! Wenn ihr meint… Aber wir Lehrer hatten unseren Spaß und alle einen soliden Sonnenbrand – wie sich das für uns Weiße gehört Smile. Pastor Kennedy empfing uns mit den Worten: „You look like Germans. You are red,“! Na, vielen Dank auch. Das war ja sooo gar nicht geplant.

Für die Arbeit am Bau des Schlafsaals am Freitag haben wir uns dann doch den gegebenen Umständen gebeugt und schweren Herzens Sonnenschutzfaktor 50+ rausgeholt und einen Hut aufgesetzt. Die Arbeit auf der Baustelle war richtig gut, und ich hätte nicht gedacht, dass die Kids so ranklotzen können. Und das bei über 30 Grad. Respekt! Da gab es auch ein dickes Lob vom Schulleiter Mr. Foya. In der Pause wunderten wir uns, dass die Natiro-Schüler alle aus den Klassenräumen strömten und uns kichernd zusahen. Kein Wunder: Sie haben noch nie junge Frauen die Männerarbeit machen sehen. Was haben die sich beöltSmile. Das war ein lustiges Bild.

Heute war es Gott sei Dank nicht ganz so heiß und bedeckt. Das tat mal richtig gut.

Morgen gehen wir in die Kirche (die ist nebenan). Die Schüler freuen sich schon – wir haben ihnen aber verschwiegen, dass der Gottesdienst hier bis zu 3 Stunden dauern kann, dass wir auf harten Holzbänken ohne Rückenlehne sitzen und dass wir, als Ehrengäste, eine Rede vor der ganzen Gemeinde halten… Mal sehen, wie groß die Freude danach noch ist Wink.

So, es riecht nach Abendessen! Da höre ich doch mal auf!

Bis bald wieder aus dem fernen Afrika,

eure Julia

 

BRIEF Nr. 1 - Fukeni, 08.10.2010, 6.30 Uhr

Hamjambo, ihr Lieben!

Afrika ist einfach nur anders, und was man definitiv weiß, ist, dass man nichts weiß! Wir sind am 3.10. angekommen. Untergebracht sind wir in Fukeni, im Gästehaus

Read More der evangelischen Gemeinde. Einfach, aber sauber und gemütlich, mit Blick auf den Kibo (die Spitze des Kilimanjaro). Der Kibo zeigt sich gerne früh morgens im leichten Nebel oder abends zum Sonnenuntergang. Es gibt mittlerweile schon gefühlte 1000 Fotos Smile. Für die Schüler ganz wichtig: Wir haben hier auch eine „richtige“ Dusche und ein „richtiges“ Klo, kein Loch im Boden. Seit wir hier angekommen sind, hatten wir schon mehrere Stromausfälle, kein Wasser für 2 Tage, Netz haben wir grundsätzlich nicht, und die Akkus sämtlicher Geräte sind superschnell leer. Nach 3 Tagen hatte ich auch endlich Internet, aber meistens ist entweder die Verbindung sehr langsam oder der Akku leer, und um aufzuladen, bräuchte man ja Strom Foot in mouth. Alles nicht so einfach: That's Africa!!!

Wir haben schon viel erlebt und gesehen, und die ersten Tage konnte man das alles gar nicht in Worte fassen. Die Schülerkommentare fielen in etwa so aus: Afrika ist voll der Hammer!!! Und so ist es auch.

Für alle, die nicht wissen, warum ich mich gerade in Tansania aufhalte: Die IGS Linden hat seit zwei Jahren eine Partnerschule, die Natiro Secondary School in Fukeni, in der Nähe von Moshi. Unser Projekt ist, sie bei dem Bau eines Schlafsaales für Mädchen zu unterstützen, mit dem sie die Schule zu einer Highschool expandieren wollen. Der Plan war eigentlich, den Schlafsaal mit dem Geld, dass wir ihnen dazu geben, fertig zu bauen. Am Dienstag mussten wir leider feststellen, dass sie uns hinter unserem Rücken leicht betuppen und einen kleinen Palast bauen wollen. Die reichen Weißen werden das schon bezahlen. Gut, dass sie nicht wissen, dass unser Geld (14.000 Euro aus den Mitteln der Staatskanzlei) projektgebunden ist und wir ihnen nur Stück für Stück die Gelder zur Verfügung stellen. Weiterhin liegt eine Kopie des sehr dürftig aussehenden und nachträglich veränderten Kostenvoranschlags mittlerweile bei einem Bekannten auf dem Tisch. Dieter Gerstenkorn ist Wasseringenieur und kennt sich damit aus. Montag haben wir ein Treffen mit dem Architekten. Ich bin gespannt. Für Herrn Gerstenkorn war das alles nicht wirklich verwunderlich: „Die Leute auf dem Berg wissen ganz genau, wie sie an Geld kommen“! Naja, wir waren etwas enttäuscht und müssen uns nun damit abfinden, dass unser Geld gerade mal für das Fundament reicht und der Bau wahrscheinlich nie fertig wird oder mehrere Jahre dauert. Aber so ist es hier.

Das soll aber unsere gute Laune hier nicht trüben. Die Stimmung in der Gruppe ist einfach nur super, den Kids geht’s ganz fantastisch, alle sind gesund und munter. Wir haben in den letzten Tagen schon soooo viel gesehen: unter anderem einen afrikanischen Markt am Mittwoch, den wir dank unsere tansanischen Freunde sehen konnten, da er nicht touristisch ist. Dort haben wir uns gefühlt wie die Goldesel und einigen afrikanischen Mamis wahrscheinlich das Geschäft des Tages bereitet. Gestern haben wir eine Wanderung durch den Regenwald gemacht, der etwas 5 km oberhalb der Schule anfängt. Insgesamt legten wir stolze 20 km zurück, haben jetzt alle Sonnenbrand und Blasen, aber es hat sich gelohnt! Heute fangen wir tatsächlich an, auf dem Bau mitzuhelfen (Zement anrühren, Steine schleppen u.ä.). Danach steht ein Fußballspiel zwischen unseren und den Natiro-Schülern auf dem Programm. Das Highlight wird definitiv die Safari nächste Woche. Wir werden mit unseren Partnerschülern und -lehrern die Nationalparks Ngorongoro und Tarangire besuchen und zwei Nächte dort übernachten. Ein Koch und ganz viel Essen wird mitgebracht. Darauf freuen wir uns natürlich sehr, wie man sich vorstellen kann.

So, das war's dann erstmal mit News aus der Ferne. Zum Neidischwerden gibt’s demnächst noch was zu gucken Tongue out.

Bis bald, Julia