29. Hannah-Arendt-Tage: Wie verändert künstliche Intelligenz unser Denken?

Am 23. September 2026 besuchte der Politik-LK von Herrn Hammer eine Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Hannah-Arendt-Tage in Hannover. Im Mittelpunkt stand eine Podiumsdiskussion mit dem Thema Chance oder Risiko: Wie verändert künstliche Intelligenz unser Denken? Moderiert wurde die Runde von Milena Neumes, auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Judith Simon, Prof. Dr. Marius Lindauer und Dr. Volker Zota.

Dabei würden drei zentrale Fragestellungen diskutiert:

  1. Wie funktioniert künstliche Intelligenz überhaupt?
  2. Einfluss auf Fake News: Welche Auswirkungen hat KI auf die Verbreitung von Falschinformationen?
  3. Selbstwirksamkeit: Wie verändert die Nutzung von KI unser eigenständiges Denken und Handeln?

Zu Beginn wurde beleuchtet, wie Sprachmodelle überhaupt funktionieren. Diese durchsuchen riesige Datenmengen nach passenden Wörtern mit Mitteln der Wahrscheinlichkeitsrechnung, prüfen dabei aber nicht automatisch, ob Quellen glaubwürdig sind. Daraus entstehen erhebliche Risiken für die Gesellschaft, da es immer schwieriger wird, zwischen Wahrheit und Falschheit zu unterscheiden. Dies gefährdet das Vertrauen in Medien, Wissenschaft und Demokratie, während die rechtliche Regulierung der Technologie kaum hinterherkommt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen für Schülerinnen und Schüler sowie das Lernen. Einerseits kann KI die Produktivität steigern und Arbeitsprozesse erleichtern, wenn bereits eigene Fachkompetenzen vorhanden sind. Andererseits droht eine Selbstunmündigkeit, wenn Denkprozesse komplett an Maschinen abgegeben werden und dadurch das eigene kritische Denken verkümmert.

Einig waren sich die Experten darin, dass ein Verbot von KI keine Lösung ist. Vielmehr muss die Gesellschaft lernen, kompetent mit der Technologie umzugehen. Man muss verstehen, auf welchen Grundlagen KI arbeitet, wo ihre Grenzen liegen und dass alle Ergebnisse stets hinterfragt und überprüft werden müssen.

Bericht: Hedjeh Hadi
Foto: Jakob Manzei