Bauen für morgen – Gemeinwohlorientierte, nachhaltige Architektur im 10. Jahrgang
Wer Architektur nur für eine Frage von Formen, Fassaden und Höhen hält, wurde in diesem Schuljahr eines Besseren belehrt. Im Projekt
„Gemeinwohlorientierte, nachhaltige Architektur“ haben die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs im Fachbereich Kunst gezeigt, dass Gebäude Antworten geben können – auf soziale Fragen, ökologische Herausforderungen und das Zusammenleben in einer Gesellschaft.
Im Zentrum stand eine anspruchsvolle Aufgabe: Modelle von Bauten zu entwerfen, die sich konsequent an den Kriterien Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung messen lassen. Keine Fantasiepaläste ohne Bodenhaftung, sondern durchdachte Konzepte mit Haltung.
Zu Beginn setzten sich die Schüler*innen mit grundlegenden Fragen auseinander: Was bedeutet Gemeinwohlorientierung in der Architektur? Wem dient ein Gebäude? Wie kann Nachhaltigkeit konkret umgesetzt werden? Auf dieser Basis entstanden Modelle für Begegnungszentren, Bildungsräume, Wohnprojekte und Mehrzweckbauten. Gearbeitet wurde mit Skizzen, Modellen und Konzepttexten. Schnell zeigte sich: Gute Architektur beginnt nicht beim Äußeren, sondern bei der Idee dahinter.
Von der Idee zum Modell: Architektur als Verantwortung
Bewertet wurden die Modelle nicht allein nach ihrer Optik. Maßgeblich waren unter anderem:
- Gemeinwohlorientierung und gesellschaftliche Wirkung
- Nachhaltigkeit von Materialien
- Energie und Nutzung
- soziale Teilhabe und Zugänglichkeit
- Funktionalität und Realitätsnähe
- gestalterische Klarheit
- Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit
Jahrgangsforum: Architektur wird sichtbar
Der Höhepunkt des Projekts war die Präsentation während des Jahrgangsforums. In einem Gallery Walk wurden die Modelle ausgestellt und konnten aus nächster Nähe betrachtet werden. Mit Punktekleben wurde individuell abgestimmt: Welches Modell hat mich am meisten angesprochen? Die Rückmeldungen machten deutlich, wie vielfältig Wahrnehmung und Bewertung sein können.
Sechs Vorträge – sechs Haltungen
Sechs ausgewählte Jugendliche präsentierten ihre Projekte vor der gesamten Jahrgangsgemeinschaft. Im Mittelpunkt standen dabei drei Leitfragen: Was bedeutet Gemeinwohlorientierung? Warum ist mein Gebäude nachhaltig? Welche Idee steckt hinter dem äußeren Erscheinungsbild? Die Vorträge überzeugten durch Klarheit, Haltung und fachliche Tiefe.
Fazit
Dieses Projekt hat gezeigt, dass Architektur immer auch Verantwortung bedeutet. Die Schüler*innen haben nicht nur Modelle gebaut, sondern Denk-Räume geöffnet – für eine nachhaltige, gerechte und gemeinschaftlich gedachte Zukunft.
Anna Mutz und Christian Nolting sei herzlich gedankt für die Projektidee und deren Umsetzung!
Christoph Nippert