Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden

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Erste Erfahrungen im Netbook-Projekt

Picture0007Nachdem die Netbooks kurz vor den Herbstferien ausgeliefert wurden und im Rahmen einer Auftaktveranstaltung an der IGS Linden offiziell überreicht wurden, konnten wir dann nach den Ferien mit dem Einsatz im Unterricht beginnen und erste Erfahrungen sammeln.

Grundsätzlich hat sich herausgestellt, dass die Netbooks, auf Grund ihrer Größe und ihres Gewichts, sehr gut für den mobilen Transport in der Schultasche geeignet sind. Allerdings müssen sie....

.....gut mit einer Hülle geschützt werden, weil Bücher und andere Gegenstände schon schwer auf ihnen in der Tasche lasten!

 

Im allgemeinen werden die Netbooks nicht häufiger als "normales" Arbeitsmaterial zu Hause vergessen und es ist dadurch nicht immer gewährleistet, dass man den Untericht allein auf das Netbook aufbauen kann. Das ist aber auch nicht die Intention des Projekts. Das Netbook wird immer dann eingesetzt, wenn es den Unterricht unterstützt oder neue Möglichkeiten des Lernens eröffnet.

Eine wichtige Rolle in der 10a spielt dabei die Lernplattform "moodle". Hier werden Materialien eingestellt, die im Unterricht bearbeitet werden sollen oder bereits bearbeitet wurden.

Hier einige Beispiele zur Nutzung der Netbooks im Zusammenhang mit "moodle":

1. Arbeitsaufträge für den Wochenplan werden dort eingestellt. Diese können in der Schule und notfalls auch zu Hause online bearbeitet werden.

2. Materialien für den Unterricht können während der Unterrichtsstunde den Schülern nach und nach zugänglich gemacht werden. Dadurch entfällt das Ausdrucken von Arbeitsblättern.

3. Weblinks werden in "moodle" eingestellt. Die Schüler/innen können so individuell an bereits bestehenden e-learning Themen arbeiten, der Lehrer ist der "Berater" im Raum.

4. Leistungsüberprüfungen sind online möglich. Die Korrektur entfällt, die Ergebnisse sind sofort sichtbar!

5. Die Kommunikation mit Partnerschulen im Ausland im Rahmen des Comeniusprojekts "YOUCIS" ist einfach möglich: Jeder Schüler sitzt an seinem Netbook mit seinen persönlichen Einstellungen. Das verhindert Probleme mit nicht funktionierenden Verbindungen, wenn man in irgendeinen PC-Raum umziehen muss. Außerdem können schnell individuelle Arbeitsergebnisse ausgetauscht werden.

6. Das Netbook ergänzt die Arbeit mit dem Buch: Oft gibt es schon Weblinks der Verlage oder z.B. Bilder im Buch, die einen Ablauf eines Versuchs nur statisch darstellen, sie lassen sich oft durch Darstellungen (Animationen) aus dem Netz besser verdeutlichen.

7. Nachschlagewerke jeglicher Art (Wörterbücher, Lexika, Formelsammlungen usw.) stehen immer zur Verfügung.

8. Gruppenarbeit mit individuell zusammengesetzten Lerngruppen ist weiterhin möglich, weil jeder sein Netbook mitnehmen kann, auch schon mal in den etwas ruhigeren Nachbarraum.

Insgesamt hat sich als besonderer Vorteil herausgestellt, dass die Nutzung der aktuellen Medien durch das Netbook ohne großen Aufwand (z.B. Reservierung eines PC-Raums, Umzug dorthin usw.) auch sehr spontan (wenn es sich aus dem Unterricht entwickelt hat) möglich ist. Wer zieht schon gerne mit seiner gesamten Klasse in einen anderen Raum, um vielleicht für 5-10 Minuten den PC zu nutzen?!

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Medienerziehung. Die meisten Schülerinnen und Schüler kennen ihren PC zu Hause eher als "Unterhaltungskiste" und nicht vorrangig als Arbeitsmittel. Durch klare Regelung zur Nutzung im Unterricht und durch ganz gezielte Aufgabenstellungen lernen alle sinnvoll mit dem Netbook umzugehen. Größere Störungen des Unterrichts durch die Netbooknutzung habe ich noch nicht erlebt!

Rückblick:

Inzwischen haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a die Sekundarstufe I verlassen und sie mussten schweren Herzens "ihre" Netbooks abgeben. Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2011/12 läuft nun auch das offizielle Projekt aus. Acer hat die Netbooks der Schule überlassen. Rückblickend hat sich gezeigt, dass die Verwendung der Netbooks im Unterricht einen erheblichen Qualitätsgewinn für den Unterricht gebracht hat und die oben beschriebenen Erfahrungen sich weiterhin bestätigt haben. Hier gibt es erste Ergebnisse der Umfrage (Evaluation) des Projekts auf europäischer Ebene.

H.-W. Dreimann