Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden

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COMENIUS-Projekt 2005/06

Erstes Projektjahr  -  Auszug aus unserem Abschlussbericht

Im Projektjahr 2005 bis 2006 wurden mit den zwei beteiligten Projektklassen drei Leitschwerpunkte zum neuen COMENIUS-Projekt bearbeitet:

  • Kennenlernen der COMENIUS-Idee und des Bildungskonzepts für Jugendliche
  • Aktive Auseinandersetzung mit relevanten soziokulturellen Aspekten des eigenen Landes sowie der beteiligten Projektpartnerländer mit Akzentsetzung zu Berufs orientierenden Fragestellungen
  • Begleitende Aktivitäten zu den Projekttreffen der Partnerschulen und Teilnahme mit einer Schülerdelegation von vier Jugendlichen.

In einer schulinternen Projektwoche im September 2005 wurden einführend die Grundlegungen zur COMENIUS-Idee und zum Sokrates-Bildungskonzept für Jugendliche erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler lernten ihr zukünftiges Projekt kennen und führten angeleitete und eigenständige Recherchen unter Einbeziehung herkömmlicher Medien (Lehrbuch / Atlas) sowie Internet gestützte Arbeiten zu den neuen schulischen Partnerländern innerhalb der EU durch. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen, mit Hilfe der Lehrkräfte interpretiert und nach Auswahl zu einer Collage für den Klassenraum zusammengefasst. Darüber hinaus wurde begleitend ein besonderes Projektbuch der Klasse angelegt, in dem die gelungenen Einzelarbeiten (Texte / bildliche Darstellungen / eigene Zeichnungen / Grafiken / Fotocollagen) themenbezogen kontinuierlich eingeheftet wurden und zukünftig gesammelt werden.

In den darauf folgenden Monaten bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler eine Folge von Themenschwerpunkten, die die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt und Bezügen zur Berufswelt zum Ziel hatte. Eine weitere Zielvorstellung dabei war die typischen jugendlichen Interessenschwerpunkte der fünf nationalen Projektklassen gegenseitig vorzustellen.

Es handelte sich um die Schwerpunkte Musik / Geografie / Sport / Essen / Wortschatz (= 100 Wörter „Überlebensvokabular“ in der Muttersprache mit englischer Übersetzung) / Jobmarkt in der beruflichen Ausbildung. Die Ergebnisse wurden in verschiedenen Medien dargestellt: Projektbuch / Poster / Portfolio / Broschüre / CD/CDrom.

Im dritten übergreifenden Arbeitsschwerpunkt ging es um die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an den durchgeführten Projekttreffen. Die deutschen, polnischen und französischen Jugendlichen waren jeweils einmal gastgebende Schule im Projektjahr. Das dritte Projekttreffen, das in der französischen Schule umgesetzt wurde, war zugleich die Projektveranstaltung mit Schülerteilnahme. Als gastgebende Partnerschule in der Auftaktphase des Projekts bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine aktive Begleitung der Gäste am ersten Konferenztag in der Schule vor. Vorgesehen waren die Beteiligung am informellen Auftakttreffen, eine Führung durch die Schule, das Zeigen des eigenen Klassenraums. Die Schülerinnen und Schüler erhielten die Aufgabe sich auf die kommunikative Situation beim Kennen lernen der ausländischen Lehrkräfte vorzubereiten, die örtliche Führungsroute durch die Schulgebäude mit einem Besuch des eigenen Klassenzimmers auszuarbeiten, sich die entsprechenden sprachlichen Mittel in der englischen Sprache zu erarbeiten und die kommunikativen Situationen in Kleingruppenarbeit antizipativ zu trainieren.

Für die schülerbezogene Beteiligung am dritten Projekttreffen in Frankreich schlugen die beiden Klassen vier Schülerinnen vor, die am Wahlpflichtunterricht Französisch teilnehmen. Im Hinblick auf die gestellte Projektaufgabe aus allen Teilergebnissen eine Gesamtpräsentation zu erstellen, überprüften und vervollständigten die Schülerinnen und Schüler ihre bisherigen themenbezogenen Lösungen. Darüber hinaus entwickelten sie als Beitrag für die Gesamtpräsentation aller Projektklassen eine fiktionale Europa-Landkarte, deren Reisewege die Partnerschulen als besondere Sehenswürdigkeiten ausweisen. In der gemeinsamen Projektabschlussfeier mit Honoratioren der Stadt Bavay in Frankreich stellten die Schülerinnen ihre Präsentation dem Forum vor. Darüber hinaus gestalteten sie aktiv durch Tanz und szenisches Spiel mit den anderen Projektschülern den festlichen Nachmittag.

(Ingrid Keller-Russell, Didaktische Leiterin)