Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Kultur Auf der Bühne

"Schräge Vögel": Kollegen auf der Bühne

10_fruehlingsabend-plakatLehrer/innen gestalteten unterhaltsamen Frühlingsabend

Es war am vergangenen Mittwoch (2. Juni 2010) ein Spätfrühlingsabend, der sowohl dem Publikum als auch allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht hat: Ausnahmsweise präsentierten sich dort einmal nicht die kreativen Schülerinnen und Schüler der IGS 10_fruehlingsabend-1Linden, sondern ihre Lehrerinnen und Lehrer. Auch sie sangen, rezitierten, tanzten und spielten unter dem „Schräge Vögel“-Motto – und zeigten ihr Können, während die Zuschauer gemütlich an gedeckten Tischen das verspeisten und tranken, was von Marianne Pabst und ihrer AG vorbereitet worden war.

10_fruehlingsabend-2Den abwechslungsreichen Abend eröffnete ein neu gegründeter Kollegen-Chor mit einem afrikanischen Warm-Up (und mit Horst Grillo an der Conga), wagte sich dann an die anspruchsvolle Jazz-Nummer „Birdland“ von Joe Zawinul und beteiligte sich schließlich an den zu „Che che kule“ gehörenden Bewegungen und Melodien, die Horst Grillo dem gut mitgehenden Publikum zum Aufwärmen abverlangte.

10_fruehlingsabend-3

Marianne Schön und Angelika Kemmerich zeigten sich als Querflöten-Meisterinnen mit einer virtuosen Fassung des Vogelfänger-Liedes aus Mozarts „Zauberflöte“.

Vor der Pause demonstrierten die Musiklehrer/innen, wie Saint-Saens seinen Kuckuck aus dem „Karneval der Tiere“ eigentlich hätte instrumentieren sollen: mit Wasserflaschen, Glockenspiel, Klanghölzern, Kazoos u.v.a.m. Hier zeigte sich eine enorme künstlerische Qualität...

10_fruehlingsabend-4

Aikins Hyde und Mitglieder von AkomaPa begeisterten nach der Pause in ihren „Crazy Birds“ sowohl mit halsbrecherischer Akrobatik als auch mit einfühlsamen Bewegungen – nicht nur musikalisch begleitet, sondern auch szenisch unterstützt durch Jürgen Morgenstern, der seinem Kontrabass überraschende gezupfte oder gestricheneTöne entlockte, aber nicht nur das: er sang auch in einer eigenen Sprache dazu so inspirierend, dass die Tänzer ihn immer mehr bedrängten, bald mitsangen und ihn schließlich samt Kontrabass von der Bühne trugen.

„Klassischer“ Höhepunkt des Abends waren die Lieder, die von Kollegin und Sopranistin Wiebke Hansen vorgetragen wurden. Mit beeindruckender Stilsicherheit und einer auch in höchsten Höhen wunderbar klaren und strahlenden Stimme präsentierte sie, begleite10_fruehlingsabend-5t von Marcus Altmann, „Vogelartiges“ der Romantiker Schubert, Wolf und Mahler, aber auch ein spöttisches Mai-Lied Oswalds von Wolkenstein aus dem Mittelalter.

Den satirischen Abschluss bildete erneut der Kollegen-Chor, mit Rolf Hackmanns „Die schrägesten Vögel“, einer gesprochenen Szene plus Song, die unsere Affinität zu den Medien u.a. in Form von wirbelwindartigen Assoziationsketten zeigte. Die mutmachenden Verse zum Schluss lauten: „Den schrägesten Vögeln geht’s wie dir und mir gemeinsam: Sie koten auf die Quoten – im Fernseh’n und auch hier.“
Zwischen Tanz und Musik rezitierte Christoph Walther in launiger Weise Literarisches zum Vögel-Thema: von Gedichten Christian Morgensterns, Wilhelm Buschs und F.K.Waechters über unfreiwillig komische Pseudo-Lyrik aus der Romantik bis zur Paarungsbeschreibung in Brehms Tierleben (!).

Viele Fotos vom Abend finden Sie hier in unserer Fotogalerie.

(M.A.)