Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden

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Comenius-Konzept 2005


Hier geht es zur Bildergalerie:
"Pupils and their future career in the EU"comenius

Unsere internationale Familie bekommt Zuwachs: Unser erstes COMENIUS-Schulprojekt.

Stichtag 1.Februar 2005! Dieses Antragsdatum für die europaweiten COMENIUS-Projekte hatte auch für uns Bedeutung, hatten wir doch im ersten Schulhalbjahr ein COMENIUS-Vorbereitungsseminar zum Thema „Schule und Arbeitswelt“ besucht, zu dem zehn europäische Nachbarn eingeladen waren, und wollten wir doch erstmalig einen Projektantrag als koordinierende Schule stellen!

Auf dem COMENIUS-Treffen war unser Konzept zur Berufsorientierung bei vielen anwesenden Schulen auf großes Interesse gestoßen. In einer Arbeitsgruppe mit Polen, Tschechien, Frankreich und Portugal dachten wir dann gemeinsam über die Realisierung einer Schulpartnerschaft zu einem Dreijahresprojekt nach.

Wir stellten fest, dass unsere Interessen gar nicht so weit auseinander liefen. Das Projekt sollte möglichst im Regelunterricht durchführbar sein, unsere Schülerinnen und Schüler sollten in der Lage sein, mit den Fremdsprachen-Kenntnissen, die sie jeweils hatten, über ihre Projektschritte zu kommunizieren und wir Lehrkräfte stellten uns etwas Machbares mit einem schnell erreichbaren Erfolg vor.

Die typischen IGS-Linden-Projekte wie Albatros, Bewerbung und Praktika bildeten einen Ideenrahmen zu unserem jetzt bei COMENIUS eingereichten Projektthema „Jugendliche und ihre zukünftige berufliche Lebensgestaltung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft“. In unserer Projektbeschreibung heißt es dazu:

„Dieses Schulprojekt befasst sich mit den Beziehungen von Schule und Arbeitswelt. Die Schwerpunkte bestehen darin schulische Orientierungshilfen und Rahmenbedingungen zur Berufswahl mit den Partnerschulen zu entwickeln, zu erproben, zu systematisieren und zu evaluieren um Jugendliche lokal, überregional und im europäischen Kontext optimal auf ihren beruflichen Bildungsgang vorzubereiten. Dieses Projekt wird dazu beitragen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern das Bewusstein der gemeinsamen Völkerfamilien innerhalb der europäischen Gemeinschaft mit ihren jeweils unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen zu vermitteln.“

Die Zielgruppe in diesem Schulprojekt sind 12- bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen.


Unser Projektkonzept:

Im ersten Projektjahr, das unter dem Leitthema: „Meine Wünsche, Vorstellungen und Visionen im Hinblick auf meine zukünftige berufliche Welt“ gestaltet wird, untersuchen die Schülerinnen und Schüler ihren jeweils individuellen Lebensbereich, befragen ihre Familienmitglieder, Nachbarn und Bekannten zum beruflichen Werdegang , zeichnen ihre eigenen Zukunftsbilder für ihren Traumberuf auf und stellen die Ergebnisse sprachlich und visuell mit unterschiedlichen Methoden dar. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit ihren Partnerschulen Kontakt aufzunehmen, sich vorzustellen, persönliche Beziehungen aufzubauen und sich über ihre persönliche Profile auszutauschen.

Im zweiten Projektjahr zum Leitthema „Meine berufliche Rolle in einem simulierten Unternehmen als Vorbereitung auf die Arbeitswelt“ simulieren die Schülerinnen und Schüler aller Partnerschulen nach dem Modell eines von der IGS Hannover-Linden entwickelten Wirtschaftsplanspiels den kompletten Arbeits- und Produktionsprozess eines Industrie-unternehmens und realisieren durch das persönliche Erleben und Ausüben der beruflichen Rollen im Planspiel sowie durch die praktizierten Handlungsweisen arbeitsmarkttypische Erfahrungen.

Die Schwerpunkte im dritten Projektjahr zum dem Leitthema: „Meine realen beruflichen Pläne und Chancen sowie die Möglichkeiten ihrer Umsetzung“ bilden sowohl die Untersuchung der örtlichen Gegebenheiten der Wirtschaft, der Vergleich der wirtschaftlichen Situation in den Regionen der Partnerländer als auch der Aufbau und Erwerb von praktischen Handlungsmustern zur Anbahnung und Durchführung einer konkreten Bewerbung für einen Ausbildungsplatz. Die außerschulischen, praktischen Erfahrungen werden für die Kommunikation mit den europäischen Partnern eine Fülle von Daten, Fakten und Erkenntnissen bringen.


Unsere Partnerschulen:

Unsere Partnerschulen kommen aus vier europäischen Ländern: Frankreich, Niederlande, Polen und Rumänien. Eigentlich wären wir sieben Partnerschulen gewesen, wenn nicht die geplanten Partner aus Portugal und der Türkei von ihren nationalen Agenturen keine Absage ihres Projektantrags erhalten hätten.

Die Partnerschulen sind:

-  College Privé "Notre-Dame de l’Assomption" in Bavay, Frankreich
-  Raayland College in Venray, Niederlande
-  Publiczne Gimnazjum Nr.1 in Pultusk, Polen
-  Scoala „Mihai Eminescu" in Suceava, Rumänien.


“Wir”:

Von der IGS Hannover-Linden hatten zunächst die Klassenteams der 7e mit Leo Schlimm-Koppe und Undine Krauße-Arnecke sowie der 7f mit Ati Heise und Bettina Frohwein am COMENIUS-Projekt teilgenommen - in Zusammenarbeit mit der Didaktischen Leiterin als Projektkoordinatorin.


COMENIUS-Schulprojekte:

Was ist ein COMENIUS-Schulprojekt? Das Bildungsprojekt SOKRATES der EU gibt es seit 1995. COMENIUS-Schulprojekte zielen darauf ab, die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen zu fördern, die interkulturelle Handlungsfähigkeit der Schulen zu stärken sowie Diskriminierung, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit abbauen.

(Ingrid Keller-Russell, Didaktische Leiterin bis 2009)

Unser erstes COMENIUS-Projektjahr 2005/2006: Auszug aus unserem Abschlussbericht